Bau der A 380-Halle des Flughafens weicht deutlich von Planfeststellungsbeschluss ab

Die eklatanten Abweichungen bei der Errichtung einer A 380-Werft auf dem Gelände des Flughafens Frankfurt vom 2004 getroffenen Planfeststellungsbeschluss haben die AfD im Römer zu einer Anfrage beim Magistrat bewogen. „Vor 13 Jahren hatte die Fraport AG in ihrem Antrag detailliert dargelegt, aus welchen Gründen die Flugzeughalle nur an der im Antrag genannten Stelle – unter Rodung von Bannwald – errichtet werden könne“, sagt Rainer Rahn, AfD-Fraktionsvorsitzender im Römer. „Sie hatte dies vor allem mit der angeblich für den Wartungsbedarf erforderlichen Abmessung der Halle von 350 x 140 m begründet. Sowohl im Erörterungsverfahren als auch im nachfolgenden Gerichtsverfahren hatte die Fraport AG angegeben, dass der Hangar keinesfalls mit geringeren als den angegebenen Abmessungen errichtet werden könne, da der prognostizierte Bedarf für Wartungspositionen eine geringere Dimensionierung der Halle nicht zulassen würde“, so Rahn. „Zwischenzeitlich wurde die Flugzeughalle errichtet. Allerdings nur in der Hälfte der beantragten und genehmigten Größe (d.h. ca. 175 x 140 m). Begründet wurde dies von der Fraport AG damit, dass zunächst nur eine geringere Wartungskapazität benötigt würde. Zu einem späteren Zeitpunkt solle der Hangar auf die ursprünglich angegebene Größe erweitert werden“, fährt der AfD-Fraktionschef fort.

Diese spätere Erweiterung war jedoch ganz offensichtlich nicht geplant! Dies, da der Nutzer der Halle nämlich Wartungseinrichtungen auch an anderen Flughäfen errichtete. Seit mehr als 10 Jahren nun ist die Flugzeughalle in diesen reduzierten Maßen in Betrieb. Die übrige planfestgestellte Fläche wird zur Lagerung von Gegenständen genutzt. Auf einer Teilfläche wurde sogar eine Straße mit Parkplätzen errichtet!“, stellt Rahn fest und fragt: „Ist dem Magistrat bekannt, ob, und wenn ja, wann die Errichtung des Hangar in der beantragten und genehmigten Dimensionierung geplant ist? Liegen dem Magistrat Informationen darüber vor, aus welchen Gründen die Errichtung der Halle in der genehmigten Größe bislang nicht erfolgte? Und das, obwohl die Fraport AG diese Dimensionierung als unabdingbar bezeichnet hatte!“ Die AfD möchte erfahren, ob dem Magistrat bekannt ist, ob, und wenn ja, wie viele Arbeitsplätze durch die Errichtung der Flugzeughalle tatsächlich neu entstanden sind. Rahn schließt mit der Frage: „Wurde die Errichtung der Straße mit Parkplätzen beantragt bzw. genehmigt und, – falls dies zutreffen sollte –, auf welcher Rechtsgrundlage?“.

Planfeststellungsbeschluss vom 26.11.2004

 

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